Junge Union Bezirksverband Lüneburg: Aus aktueller Sperrung Lehren für die Generalsanierung 2029 ziehen

Der Bezirksverband Lüneburg der Jungen Union sieht die laufenden Bauarbeiten auf der Bahnstrecke Hamburg–Hannover als notwendige Maßnahme zur Modernisierung der stark belasteten Infrastruktur an. Gleichzeitig müsse die aktuelle Sperrung genutzt werden, um wichtige Erkenntnisse für die geplante Generalsanierung des Korridors im Jahr 2029 zu gewinnen.

Seit dem 1. Mai und insbesondere seit der Vollsperrung am 14. Juni 2026 kommt es auf der Verbindung zwischen Hamburg und Hannover zu Einschränkungen im Bahnverkehr. Die Deutsche Bahn nutzt die Sperrung für umfangreiche Arbeiten an Gleisen, Weichen, Oberleitungen und weiterer Infrastruktur.

Die stellvertretende Bezirksvorsitzende der Jungen Union Lüneburg, Emily Böker, erklärt:

„Die Bauarbeiten sind für viele Pendlerinnen und Pendler mit erheblichen Einschränkungen verbunden. Sie sind jedoch notwendig, um die Leistungsfähigkeit der Strecke langfristig zu sichern. Entscheidend ist nun, dass die Verantwortlichen die Erfahrungen aus der aktuellen Sperrung nutzen, um den Schienenersatzverkehr bei zukünftigen Maßnahmen weiter zu verbessern.“

Positiv bewertet die Junge Union die Qualität der eingesetzten Fahrzeuge. Die Busse seien modern und komfortabel. Verbesserungsmöglichkeiten sieht der Verband hingegen bei den Verbindungen zwischen den wichtigsten Zentren der Region.

„Für die Generalsanierung im Jahr 2029 sollten zusätzliche Direkt- beziehungsweise Expressbusse geprüft werden. Insbesondere auf den Relationen Uelzen–Hannover, Uelzen–Hamburg und Lüneburg–Hannover könnten solche Verbindungen die Reisezeiten deutlich verkürzen und das Angebot für Pendler attraktiver machen.“

Darüber hinaus bekräftigt die Junge Union ihre Unterstützung für einen bedarfsgerechten Ausbau der Bahnstrecke Hamburg–Hannover auf Grundlage der Alpha-E-Planungen. Aus Sicht des Verbandes sind zusätzliche Kapazitäten auf der Strecke langfristig unverzichtbar, um sowohl dem steigenden Personenverkehr als auch dem Güterverkehr gerecht zu werden.

„Die aktuelle Qualitätsoffensive und die Generalsanierung 2029 sind wichtige Schritte, lösen aber nicht alle strukturellen Herausforderungen auf dem Korridor Hamburg–Hannover. Deshalb braucht es langfristig auch einen weiteren Ausbau der Strecke im Sinne von Alpha-E. Nur so können wir mehr Kapazität schaffen, die Zuverlässigkeit erhöhen und die Mobilität in unserer Region dauerhaft stärken“, so Böker.

Aus Sicht der Jungen Union müsse die aktuelle Sperrung als Praxistest für die deutlich umfangreicheren Maßnahmen im Jahr 2029 verstanden werden.

„Die Generalsanierung wird für unsere Region eine große Herausforderung darstellen. Deshalb sollten Bahn, LNVG und Politik bereits heute aus den Erfahrungen lernen und erfolgreiche Konzepte weiterentwickeln. Unser Ziel muss sein, die Belastungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig die notwendige Modernisierung der Strecke umzusetzen“, so Böker.

Der Bezirksverband der Jungen Union Lüneburg wird die weiteren Entwicklungen während der Bauphase begleiten und die Anliegen der Pendlerinnen und Pendler aus der Region in die Diskussion einbringen.